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Lena's Tagebuch

Fesseln gibt es bei uns nicht. Führung schon.

Immer wieder werde ich gefragt, was bei uns im Bereich BDSM und Fetisch möglich ist. Ehrliche Antwort: weniger, als manche hoffen, und mehr Gespräch, als manche erwarten. Hier steht, wo die Grenzen liegen und warum sie nicht zur Debatte stehen.


Die Frage kommt regelmäßig, mal vorsichtig verpackt, mal ganz direkt: Was ist bei euch im Bereich BDSM und Fetisch möglich? Ich antworte gern offen, weil eine ehrliche Antwort allen mehr nützt als ein vages „Mal sehen“.
Zuerst das, was feststeht. Fesselungen, Fixierungen und alles, was die Bewegungsfreiheit einer Dame einschränkt, gibt es bei PURE nicht. Auch nicht in Verbindung mit einer Augenbinde oder Ähnlichem. Daran ändert keine noch so charmant formulierte Anfrage etwas. Bei uns steht nichts über dem Wohl und der Sicherheit der Damen. Wie sollten wir einem Gentleman, den wir nicht kennen, etwas so Sensibles anvertrauen? Vertrauen lässt sich nicht behaupten, es muss wachsen.

Selbst dort, wo man sich bereits kennt, nach etlichen gemeinsamen Dates, und gern etwas Neues probieren möchte, bleibt die Grenze dieselbe: nichts, was sie einengt, nichts, was ihre Sicherheit oder Gesundheit gefährdet.

Was möglich ist, ist die sanfte Seite. Etwas fester zupacken, ein Klaps auf den Po, Outfits aus Leder oder Lack. Das ist in der Regel kein Problem, braucht aber Vorbereitung. Wir verzichten bewusst auf Servicelisten. Darum gilt hier umso mehr: Wünsche gehören vorab auf den Tisch, so genau wie irgend möglich, bis ins kleinste Detail. Ich gebe diese Details an die Dame weiter, denn sie entscheidet, ob sie sich das vorstellen kann. Ein Nein ist ein Nein und wird nicht nachverhandelt.

Dabei hilft es zu wissen, dass viele Damen mit diesen Praktiken weniger vertraut sind, als Gentlemen annehmen bzw. die Gentleman selbst darüber wissen. Der Begriff BDSM ist ein enorm dehnbarer Begriff. 
Das ist völlig in Ordnung und ein Grund mehr, es ruhig anzugehen. 

Gleichzeitig höre ich von den Damen oft, dass sie sich gern führen lassen. Manche tragen eine devote Ader in sich, und viele probieren gern Neues aus, wenn das Gefühl stimmt.
Und genau hier liegt der Punkt, den ich Gentlemen mitgeben möchte: Dominanz bedeutet nicht, einfach zu machen und durchzusetzen. Führung ist etwas, das man sich verdient, durch Aufmerksamkeit und durch Verlässlichkeit. Erst dann kann eine Dame sich wirklich fallen lassen. Wer das verstanden hat, braucht keine Fesseln.

Wer Wünsche hat, schreibt sie uns vorab, ehrlich und ausführlich. 
Wir lesen sie ernst und ohne Naserümpfen. Was passt, besprechen wir. Was nicht passt, sagen wir klar.

Discreetly yours,
Lena