
Ihr wolltet wissen, wie mein erstes Date war. Ich erzähle es so, wie ich es einer Freundin erzählen würde: ehrlich, ohne Schnörkel.
Einen Moment, in dem es klick gemacht hat, gab es nicht. Es war eine Art Ruf, es zu versuchen. Der Tag davor war ein ganz normaler Tag, mit einer Neugier auf das Unbekannte. Ich habe mich vorbereitet wie auf ein Blinddate.
Ich habe etwas Schwarzes getragen. In Schwarz fühle ich mich sicher, mehr Ritual brauchte ich nicht. Aufgeregt war ich nicht. Ich hoffte nur auf einen guten Start.
Klingeln musste an diesem Abend nichts, denn ich saß bereits in einem Restaurant. Ab diesem Moment war ich sehr ruhig. Ich trank etwas Frisches und dachte, ganz ehrlich, nicht das Schönste, sondern das Wahre: Ich kenne meine Stärken, und ich wusste, dass ein gutes Gespräch entstehen kann. Mein einziges Versprechen an mich selbst war die Hoffnung, seinen Geschmack zu treffen und sympathisch und angenehm anzukommen.
Dann kam er. Ich habe sofort gespürt, dass er angenehm überrascht war. Und wir hatten ein schönes Thema, mit dem wir beide etwas anfangen konnten. Eine Anspannung, die hätte kippen müssen, gab es von meiner Seite nicht.
Und nein, über das, was danach geschieht, wird hier nicht gesprochen. Das geht nur mich und meinen Gentleman etwas an. Ich hoffe auf euer Verständnis, denn genau diese Verschwiegenheit ist es, die einen Abend so besonders macht.
Als ich wieder allein war, ging es mir gut. Es war ein angenehmes Date, und das lag an uns beiden. Was ich heute weiß, was ich damals gern gewusst hätte? Nichts, was ich nicht schon wusste.
Einer Dame, die kurz vor ihrem ersten Mal steht, sage ich: Je selbstsicherer du bist, desto besser für dich selbst und dein Gegenüber.
Und den Gentlemen, die zum ersten Mal mit einer neuen Dame verabredet sind: Seid einfach ihr selbst. Geht auf die Dame ein. Tut nichts, was nicht angebracht ist. Verhaltet euch am besten wie ein Gentleman, und ihr werdet sehen, wie weit das trägt.
Patrice
