
Bevor es um irgendetwas anderes geht, geht es fast immer zuerst um eine Frage, die nicht ausgesprochen, aber deutlich spürbar ist: Kann ich mich darauf verlassen, dass das unter uns bleibt?
Manchmal wird es konkret. Ein Geschäftsführer, der Sorge hat, erkannt zu werden. Ein verheirateter Mann, der nicht in Erklärungsnot geraten will. Jemand, der einfach eine öffentliche Position hat und weiß, wie schnell aus einer Kleinigkeit eine große Geschichte werden kann. Diese Sorge ist selten laut. Sie schwingt eher mit, in der Art, wie jemand eine Frage stellt, oder wie lange er zögert, bevor er überhaupt schreibt.
Ich nehme das immer sehr ernst. Diskretion ist für mich kein Werbeversprechen, das gut klingt. Es ist die Grundlage von allem, was danach kommt.
Das Zweite, das mir fast genauso oft begegnet, ist eine andere Art von Vorsicht. Männer, die schon einmal enttäuscht wurden — von einer Agentur, die nicht gehalten hat, was sie versprochen hat. Sind die Fotos überhaupt echt? Kommt wirklich die Dame, die man sich ausgesucht hat? Oder vermittelt sie einem, wie schon andere Frauen davor, das Gefühl, hier ginge es nur um schnelles Geld? Diese Enttäuschung sitzt tief, und ich verstehe das. Wer einmal schlecht behandelt wurde, bringt beim nächsten Mal ein ganz anderes Maß an Misstrauen mit, ganz egal, wie freundlich das Gespräch beginnt.
Ich sehe die eigentliche Problematik dabei ehrlich gesagt selten bei den Damen. Sondern bei der Führung, bei der Betreuung dahinter. Ein wunderschönes Pferd im Stall ist schön anzusehen. Genau wie ein Sportwagen in der Garage. Aber ohne Abstimmung, ohne Schulung, ohne das richtige Zuschneiden auf die jeweilige Situation bleibt beides eben nur schön anzusehen — nicht schön, mit umzugehen.
Aus Sicht einer Dame sieht das dann so aus: Vermittlung um jeden Preis. Fake-Fotos. Oder Dame X wird gebucht, ist aber nicht verfügbar, also schickt man kurzerhand Dame Y hin. Ein absolutes Horrorszenario, wenn man es aus dieser Perspektive betrachtet. Man macht sich schön, freut sich auf ein Treffen — und sieht von der ersten Sekunde an nur die Enttäuschung im Gesicht des Gegenübers, ohne in den meisten Fällen überhaupt zu wissen, was eigentlich los ist.
Beide Sorgen, die der Klienten und die der Damen, haben im Kern denselben Ursprung. Es geht nie nur um das Date selbst. Es geht darum, ob überhaupt jemand die Fäden sauber in der Hand hält.
Genau deshalb nehme ich mir für jedes Erstgespräch Zeit. Ob mit der Dame oder mit dem Klienten. Die Gespräche führt außer mir niemand anderes, und ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln seit jeher. Nicht, um zu verkaufen. Sondern um zu zeigen, dass hinter PURE jemand steht, der zuhört, bevor irgendetwas anderes passiert.
Discreetly yours,
Lena
